Bücher - Heizen
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Heizen, aber richtig! In Zeiten explodierender Energiekosten kann jeder noch so kleine Tipp zum Thema Einsparung, vor allem beim Heizen, kostbar sein. Typische Fehler gibt es aber nicht nur beim Heizen, sondern auch beim Lüften. Unter Letzteres fällt das Dauerlüften bei gekippten Fenstern, besser sind Stoßlüftungen. Ein weit verbreiteter Irrtum ist auch, dass man bei Verlassen der Wohnung die Heizung abdreht. Das Drosseln der Heizleistung ist wesentlich energiesparender, da die Räume nicht komplett aukühlen. Wesentliche Kosten können auch eingespart werden, wenn vor der Heizperiode grundsätzliche Dinge überprüft werden, nämlich der Zustand der Heizanlage, gluckernde Heizungen fressen Energie, oder die Wärmedämmung der Wohnung beziehungsweise des Gebäudes. Durch schlecht isolierte Dächer, dünne Wände, undichte Türen und Fenster wird Energie regelrecht verschwendet. Man könnte auch sagen, man heizt zum Schornstein heraus. Die Heizungsanlage kann man entweder selbst überprüfen oder durch einen Fachmann prüfen lassen. Der Fachmann kostet zwar erst einmal, aber bei behobenen Mängeln hat man die entstandenen Kosten ganz schnell wieder eingeholt. Alles andere kann auch von einem Laien erledigt werden, wie die Abdichtung von Türen und Fenstern. Aber auch die Wärmedämmung von Dächern und Wänden stellt für den Hobbyhandwerker keine allzu große Herausforderung dar. Die Materialien dafür bekommt man relativ günstig in jedem Baumarkt. Häufig kann man sogar noch Fachkräfte vor Ort befragen. Dünne Wände oder auch Heizkörper kann man mit Isomaterial dämmen, so dass es kaum noch Wärmeverluste gibt. Außerdem beugt man der Schimmelbildung vor. So gerüstet sollte man sich noch an einige Regeln halten und die Haushaltskasse wird es danken. Wie schon erwähnt, ist Stoßlüften besser als Dauerlüften, da dies besser und effizienter ist. Morgens sollte ein kompletter Luftaustausch vorgenommen werden, wenn möglich mittels Durchzug. Im Laufe des Tages sollte dann noch drei- bis viermal gelüftet werden. Allgemein sagt man, dass 5 bis 15 Minuten ausreichen, je nach Außentemperatur (je kälter, desto weniger). Der Luftaustausch bei gekippten Fenstern dauert etwa fünfmal so lang. Im Winter, bei kalten Außentemperaturen bringt Kipplüften wenig, da die Frischluft nicht weit genug in die Räume vordringt und nur den Boden und die Wände in Fensternähe auskühlt. Dies kann zu Feuchtigkeit in den Bereichen führen. Ungenutzte oder wenig genutzte Räume sollten nach Möglichkeit nicht beheizt werden. Nachts sollten die Heizungen runtergedreht werden. Jedes Grad weniger Raumtemperatur spart enorm Kosten. Nie einen Raum über einen anderen mitheizen. Dies führt nur zu Feuchtigkeit im ungeheizten Raum, Schimmelbefall droht. Auch tagsüber sollte bei Verlassen der Wohnung die Heizung nicht ganz ausgeschaltet werden. Powerheizen bringt nichts, da die Wände zu stark auskühlen und Kälte abstrahlen. Ein Frösteln bleibt da nicht aus, selbst wenn die Raumtemperatur 24 Grad Celsius beträgt. Als Faustregel für die "richtige" Raumtemperatur gilt: Küche, Wohn- und Kinderzimmer sollten 20 Grad Celsius haben, das Bad 21 und das Schlafzimmer zwischen 14 und 16. Jedes Grad weniger spart Heizkosten. Die individuelle Wohlfühltemperatur kann aber durchaus über den Richtwerten liegen. Hier gilt: Wer es wärmer mag, muss mehr in Wärmedämmung investieren oder die Heizkosten an anderer Stelle einsparen. Wer heute ein neues Domizil sucht, sollte sich im Vorfeld schon erkundigen, wie hoch die Energiekosten in der Vergangenheit waren. |
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